Von der Datasette über die Floppy- Disk (in den unterschiedlichsten Formaten), die CD und DVD, bis hin zum USB-Speicherstick hat sich die Situation für uns Anwender schon dramatisch verändert. Während in den Anfangstagen der Heim und Personalcomputer Speicherplatz ständig ein zu knappes Gut war, können wir heute aus einem großen Pool von preisgünstigen, mobilen Speicherlösungen mit Kapazitäten schöpfen, die noch vor wenigen Jahrzehnten total utopisch waren. Nach dem Aussterben der Disketten avancierte die CD-Rom zum massentauglichen Speichermittel für unterwegs, auch wenn dieses optische Aufzeichnungsmedium doch relativ lange brauchte, um einen ausreichend hohen Zuverlässigkeitsgrad zu erreichen. Doch das nahezu Schreiben und Lesen, so wie es mit der Diskette möglich war, geht der CD noch heute weitgehend ab. Einmal geschriebene Informationen lassen sich dank wiederbeschreibbarer Medien zwar auch wieder löschen und neu beschreiben, doch die Technik der optischen Speicherdisk ist dafür nicht optimal geeignet. Dennoch ist die CD bis heute zu einem der preisgünstigsten Massenspeicher Medien noch immer erhältlich, auch wenn die CD selbst inzwischen von der DVD mit ihrer größeren Speicherkapazität schon wieder verdrängt wurde. Einen echten Ersatz für die Diskette, die billig, kompakt und komfortabel beschreib und löschbar war, gibt es eigentlich bis heute nicht. Einem Ersatz am nächsten kommen dem noch die USB- Speichersticks.
Die auf Flash-Speichern basierenden Stifte mit USB-Anschluss sind so ziemlich das Komfortabelste, was man heute an mobilen Datenspeichern kaufen kann. Sie sind klein, leicht, erreichen inzwischen Kapazitäten, die noch vor Kurzem großen Festplatten vorbehalten waren, und sie sind robust und zuverlässig. Ihr größtes Manko, der hohe Preis aufgrund ihrer komplexen Technik, hat sich ebenfalls bis zum heutigen Tage so weit relativiert, dass man wohl endlich von einem vollwertigen Disketten-Ersatz sprechen darf. Lediglich für sehr große Datenmengen bieten sich externe Festplatten als bessere Lösungen an. Inzwischen sind USB-Speichersticks so preisgünstig und damit so weit verbreitet, dass sie sich im Grunde genommen nur noch über drei Kriterien voneinander differenzieren: Dem Preis (pro Megabyte), der Robustheit ihrer Konstruktion und dem Design. Letzteres wird dabei ein immer beliebteres Mittel der Hersteller, um sich von der Konkurrenz abzusetzen und um ihr Produkt in den Vordergrund des Interesses zu bringen. Die Zuverlässigkeit der Speicherzellen ist dagegen in den meisten Fällen nur von untergeordneter Bedeutung, da praktisch alle heute verfügbaren, Flashbasierten Speicher eine ausreichend hohe Ausfallsicherheit bieten. Unterschiede gibt es höchstens in den Garantieleistungen, die bei den renommierten, aber auch teureren Herstellern mei- stens großzügiger bemessen sind. Ansonsten heißt es eher, wenn‘s kaputt geht, wird halt ein neuer gekauft. So wie früher eine defekte Diskette und ein Wimpernzucken in der Tonne landete und durch eine andere ersetzt wurde. Einen interessanten Ansatz ver-folgt jüngst LaCie mit ihrem Xtrem-Key. Dabei handelt es sich um einen USB-Speicherstick mit herkömmlicher Technik, aber mit einem extrem robust gefertigten, 2 mm starken Vollmetallgehäuse, dass sich zudem fest verschrauben lässt, so dass nichts die empfindlichen USB-Kontakte beschädigen kann. Der XtremKey ist laut Hersteller Hitze und kältebeständig, wasserdicht sowie fallbruch und druckfest, was in diversen Videos demonstriert wurde. Diese Unkaputtbarkeit lässt sich LaCie allerdings auch teuer bezahlen. Ein ExtremKey mit vergleichsweise bescheidenen 8 GB Kapazität kostet rund 50 Euro, für großzügigere 64 GB werden gar satte 248 Euro fällig. Der Preis wäre ja noch gar nicht mal so abwegig, da man einen derart soliden Stick wahrscheinlich sogar seinen Enkeln vererben kann, nur werden die wahrscheinlich ob der gebotenen Speicherkapazität und der Schnittstelle höchstens müde lächeln.
Auch SanDisk bietet mit dem Cruzer Titanium ein sehr robustes Modell an, das allerdings nicht ganz so extrem wie der LaCie XtremKey ausgelegt ist. Für diejenigen, die keine derart hohen Sicherheitsansprüche an ihre USB-Sticks stellen, ist aber vielleicht das Design ein Grund ein paar Euro mehr als unbedingt nötig für den Stick auszugeben. Auch hier führt LaCie mit seinen USB-Sticks in Form von Türschlüsseln oder Münzen einiges im Angebot.
Auch SanDisk sieht sich in seiner Position als einer der führenden Anbieter von Flash Speicherlösungen weltweit verpflichtet, seine eigenen USB-Sticks ein wenig anders aussehen zu lassen, als die breite Masse der gesichtslosen No Name-Produkte auf diesem Gebiet. Zwei solcher USB-Sticks aus dem Hause SanDisk habe ich mir in der Praxis etwas näher ansehen dürfen. Klar, in ihrer Funktion unterscheiden sich die SanDisk USB-Sticks namens Cuzer Blade und Cruzer Slice nicht von anderen Angeboten. Dennoch hat SanDisk es bei seinen Sticks geschafft, ihnen einen eigenen Look und damit einen gewissen Charakter zu verleihen, der sie im Regal des Elektronikgroßmarktes hervor stechen lässt.
Der SanDisk Cruzer Slice zeichnet sich dabei noch durch ein recht durchschnittliches Gehäusedesign aus, bietet aber (auch wenn das weder ein „First-Ever“ noch ein Alleinstellungsmerkmal ist) einen seitlichen Schieber, mit dem sich der USB- Stecker zum Schutz beim Transport in das Gehäuse einziehen lässt. Das macht Sinn, doch die Öffnung wird dabei leider nicht verschlossen, so dass Fusseln und anderer Schmutz die Funktion evtl. doch noch beeinträchtigen könnten. Das Kunststoffgehäuse selbst ist robust genug für alle normalen, alltäglichen Beanspruchungen. Seitlich am Gehäuse informiert der Cruzer Slice mittels einer rot pulsierenden LED über seinen Betriebszustand bzw. über Schreib-/Lese aktivitäten. Der Cruzer Slice ist in Kürze zum Beispiel bei SanDisk selbst online mit Kapazitäten zwischen 2 und 32 GB erhältlich. Einen ganz anderen Weg geht der SanDisk Cruzer Blade. Dieser USB- Stick ist zwar nur mit Kapazitäten bis (derzeit) 16 GB erhältlich, doch dafür trumpft der Blade mit einem eigenständigen Design und so winzigen Abmessungen auf, dass er im Regal beim Elektrohöker sicherlich untergehen würde, wenn seine Verpackung nicht ebenso groß wie die der anderen SanDisk-Sticks wäre. Zwar ist auch ein Stick von der Größe des Slice nicht unbedingt als sperrig zu betrachten, aber im Vergleich zum Blade ist er schon ein wahres Monstrum – was man auf den freigestellten Produktbildern des Herstellers so gar nicht sehen kann, weshalb ich ein paar aussagekräftige Vergleichsbilder für Sie gemacht habe.

Einen Schwachpunkt haben aber leider alle heute verfügbaren USB-Sticks: sie funktionieren ausnahmslos mit USB 2.0 (oder älter) und sind damit in Sachen Schreib-/ Leseleistung nicht gerade ideal für die regelmäßige Übertragung großer Datenmengen geeignet. Bei den heute verfügbaren Kapazitäten limitiert die USB-2-Schnittstelle die Praxistauglichkeit doch schon enorm. Es wird also Zeit, dass endlichUSB 3.0 und entsprechend schnelle Flash-Speicher Einzug in unseren Alltag hält, wobei zu hoffen bleibt, dass die USB-Sticks durch den Einsatz der neuen Schnittstelle dann nicht künstlich im Preis hochgetrieben werden.
Jedenfalls kann man mit dem Cruzer Blade all seine lebenswichtigen Daten auch um den Hals oder gar als Ohrschmuck stets USB-kompatibel dabei haben. Neckisch!

Verwandte Artikel